Deutschland hat 16 militärische Auslandsstützpunkte – Kuba in 67 Ländern Ärztebrigaden: Interview mit einem Arzt auf Mission

Genauso unterschiedlich wie diese Formen der Außenpolitik klingen, genauso unterschiedlich sind auch die Motive der Politik dieser Länder. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt an der Tatsache, dass es sich bei diesen Ländern um zwei unterschiedliche Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle handelt – das Modell der sozialistischen Insel gegenüber dem des kapitalistischen.
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Es war für mich der erste Dezember bei gefühlten 40 Grad, den ich in der im Oriente liegenden Provinz Santiago de Cuba verbracht habe. In der Keimzelle des Aufruhrs, wo der Funken der Revolution Feuer fing. In der Stadt, in der Fidel Castro Ruz zum ersten Mal in Cuba den Sieg der Revolution ausrief.
Es ist ein schwüler Freitagnachmittag, die Arbeiter der umliegenden Baustellen versammeln sich um die Bars an den Straßen, weißer Staub auf ihren Arbeitsklamotten und oft ein Bier in den mit Fugen und Rillen versehenen Bauarbeiterhänden. Die Vögel zwitschern, die Autos rattern über den Asphalt und von irgendwoher scheppert der monotone Bass eines neuen Reggeatónhits herüber.
Isla de La Juventud. Eine wunderschöne kleine Insel, die einen sehr großen Schatz verbirgt. Jeder Mensch hat eine eigene Definition von einem Schatz. Ich habe meinen Schatz auf dieser Insel entdeckt. Als ich die Schatztruhe öffnete, fand ich wunderschöne Goldstücke. Diese Goldstücke spiegeln sich in meinen Wahrnehmungen wieder. Ich durfte am Anfang meines Aufenthalts auf Kuba, einen ganzen Monat auf der Isla de La Juventud verbringen und werde im folgenden versuchen den Schatz aus meiner Schatztruhe mit euch zu teilen.
Mein Flug aus Deutschland ging ab München, vom Franz Josef Strauß Flughafen – benannt nach dem CSU Politiker, Waffenhändler und Verteidiger des faschistischen Putsches in Chile. Gelandet bin ich einige Stunden später am Flughafen von Havanna, benannt nach José Martí, Nationalheld, Dichter und Kämpfer für die Unabhängigkeit Cubas. Mit 16 Zwangsarbeit im Steinbruch, Verbannung, später Rückkehr nach Cuba und Tod auf dem Schlachtfeld im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. Jetzt ist auch für uns eine andere Welt möglich. Eine neue Gruppe des Proyectos ist nach Kuba aufgebrochen um dieses Land und seine Gesellschaft zu entdecken.
Auf Kubas Straßen sieht man viele gut gestylte und sportliche Menschen. Trotz des, durch die Wirtschaftsblockade aufrechterhaltenen Mangels an diversen Baumaterialien und Nahrungsmitteln scheinen viele Kubaner*innen sehr auf ihr Äußeres zu achten und Sport zu treiben und vor allem die Ressourcen dafür zu haben. Ich sehe an jeder Ecke Outdoor-Fitnessparks, Fußball-, Basket-, und Baseballplätze sowie kleine Fitnessstudios, die immer in Benutzung zu sein scheinen. Ich frage mich inwiefern die Begeisterung vieler Kubaner für Sport mit ihrem Hang zum immer gepflegt und fit sein zusammenhängt. Was spielen Sport und äußeres Erscheinungsbild überhaupt für eine gesellschaftliche Rolle und welche Bedeutung hat dabei der Aspekt der Gesundheit? Um über diese Themen mehr zu erfahren, habe ich mich mit Ex-Baseballprofi und Fitnesstrainer des Studios Buena Vista Gimnasio Daniel getroffen.