„Resiliencia“ – Die Widerstandsfähigkeit des kubanischen Volkes
Nach unserer Ankunft hier auf Kuba ist uns direkt unser erstes Problem begegnet: Das Einrichten unserer neuen kubanischen SIM-Karten. Am Abend nach unserer Ankunft saßen wir zusammen mit unserer Vermieterin in der Küche im Dunkeln (weil schon den ganzen Tag Stromausfall war) und haben verzweifelt versucht es hinzukriegen bei uns allen unsere SIM-Karten zu aktivieren. Nachdem wir alles versucht hatten, was uns einfiel, unsere Vermieterin sogar noch mehrere Bekannte angerufen hat, die sich vielleicht besser auskannten und trotzdem nichts funktioniert hat wollten wir ein wenig enttäuscht schlafen gehen. Bevor wir gingen, sagte sie nur zu uns „Resiliencia“. Nachdem wir sie alle fragend anschauten, erklärte sie dann, dass dieser Begriff von dem Durchhaltevermögen und der Widerstandsfähigkeit der Kubaner erzählt. Sie sagte, dass egal wie unlösbar ein Problem auch scheint oder wie weit ein Ziel noch entfernt ist, darf man nie resignieren oder aufgeben. Man kann es sich auch wie eine lange Treppe vorstellen, von der man das Ende vielleicht noch nicht sehen kann aber man weiß dass es da ist und wenn man weiter geht, wird man es auch erreichen. Genauso unerreichbar wie das Ziel der kubanischen Unabhängigkeit für Fidel Castro und die 12 Rebellen in den Bergen damals vielleicht erschien die alleine einem gesamten Militär gegenüberstanden, mag das Ziel einer funktionierenden SIM-Karte und Internet einem heute erscheinen, aber wie sich damals gezeigt hat ist es keine Option aufzugeben. Am nächsten Tag hat unsere Vermieterin dann ihren Onkel dazu geholt, um das Problem zu lösen und nach einiger Zeit funktionierte dann auch das letzte Handy wieder. Das war im Grunde unsere erste Lektion, die wir hier erleben durften und genau von dieser „Resiliencia“ der Kubaner, handelt auch dieser Artikel.
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