Soziales

„¡Tiroteo Guerrilleros!“ Wandern durch Kubas Dschungel

Ende Mai durften einige von uns eine ganz besondere Erfahrung machen. Einen Ausflug zu den höchsten Erhebungen der Provinzen Matanzas und Mayabeque: Der Palenque und der Pan de Matanzas. Geplant und ausgeführt wurde der Ausflug vom Movimiento Cubano de Excursionismo, eine nichtstaatliche Organisation, die Ausflüge und Wanderungen in die Natur, Kubas wertvollste Ressource, veranstaltet.

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„Wir gehen unseren Weg weiter, komme was wolle“

Vor kurzem  hatten wir die Ehre, die Ärztin Dr. Aleida Guevara March  zu treffen, vielen bekannt als die Tochter von Ernesto „Che“ Guevara. Aleida ist nicht nur Ärztin, sondern auch Politikerin (Mitglied der PCC), Autorin mehrerer Bücher und Aktivistin. Darüber hinaus arbeitet die 61 Jährige mit dem Centro de Estudios Che Guevara zusammen. Diese Institution hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Denken, die Kenntnisse, das Leben und Arbeiten von Che Guevara den jungen Leuten innerhalb und außerhalb Kubas näher zu bringen. Bei einem Besuch dort hatten wir die Gelegenheit, ihr ein paar Fragen zu stellen.

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La Habana Bushaltestelle an der polytechnischen Universität CUJAE, Studierende warten auf den Bus nach Ende der Maskenpflicht

Zweierlei Freiheiten: Der Wegfall der allgemeinen Maskenpflicht auf Kuba

Zum „Freedom Day“ in Deutschland, als am 20. März weite Teile der Corona-Restriktionen von der Bundesregierung aufgehoben wurden, knallten Sektkorken. Naja, für einige wenige. Wer durch die Abwälzung der Pandemiekosten und der Lasten der Wirtschaftskrise in die Armut oder die psychische Zerrüttung getrieben wurde, der oder die hatte nichts zu feiern. Wer vorerkrankt ist oder altersbedingt mehr als nur Panik schiebt, wenn man jetzt komplett auf Durchseuchung schaltet, oder wer unter Long-Covid leidet, ebensowenig.

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10 unter 700.000

Nach einer Nacht ohne Schlaf gehts für uns direkt zur 1. Mai-Demo in Havanna. Die erste, die seit Beginn der Corona-Pandemie stattfindet. Neben hunderttausenden Mitdemonstrierenden sind auch der Präsident von Kuba, Miguel Diaz-Canel Bermúdez, und General Raúl Castro Ruz dabei.

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Mentale Gesundheit und Psychotherapie in Kuba

Kubas Gesundheitssystem ist weltweit berühmt. In den 60 Jahren der Revolution ist es dem sozialistischen Land gelungen, eine der höchsten Ärztedichten weltweit zu erreichen, die Kindersterblichkeit auf das Niveau der sogenannten Industrienationen zu senken und die Lebenserwartung seiner Bevölkerung signifikant zu erhöhen. Kuba hat beeindruckende Forschungsergebnisse im Bereich der Krebstherapie vorzuweisen und entsendet im Sinne des Internationalismus medizinische Brigaden in alle Länder, die Hilfe benötigen.

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Ein Ort, wo Kinder wieder träumen dürfen – “Soñarte”, ein Community Projekt im Cotorro

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns mit einer kleinen Pomo de Café (Plastikflasche mit Kaffee) in einer Guagua (öffentlicher Bus) auf die lange Reise ans Ende von Havanna. In einem Ohr Musik, am anderen Ohr die nette Frau, die uns Bescheid sagen sollte, wenn wir am Terminal de Cotorro ankommen würden. Mit einem schlafenden Auge und einem neugierigen, halboffenen Auge aus dem Fenster blickend, beobachtete ich die sich verändernde Stadtlandschaft, vom hübschen, kommerziellen Vedado in den industriell- wuseligen Speckgürtel Havannas, “El Cotorro”.

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Porträt eines Kaffeebauern in der Sierra Maestra

Anfang November war ich mit einer Gruppe Studierender der CUJAE und einigen weiteren Teilnehmer*innen in der Sierra Maestra. Neben dem Reiz, auf den Spuren der Guerilleras und Guerilleros in den einsamen Weiten der Sierra unterwegs zu sein, war ich vor allem auf Begegnungen mit Menschen gespannt, die in der Sierra leben. Vielen von ihnen bin ich nicht begegnet. Von dem Ort des Startes unserer Wanderung und des Endes abgesehen, sind uns nur ungefähr zehn Menschen in den drei Tagen begegnet. Falls ich es überhaupt herausfinden konnte, stellte ich fest, dass sie sehr herzlich, nicht aber besonders redselig waren. Das war für mich eine neue Erfahrung in Kuba, erlebe ich die die meisten Kubaner*innen doch eigentlich als sehr kommunikativ.

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Eine neue Verfassung für Kuba

Schon seit dem 22. Juli steht der Entwurf für die Verfassungsreform Kubas, das “Proyecto de Constitución de la República de Cuba”, durch die Nationalversammlung bestätigt bereit, durch das Volk debattiert zu werden. Zuvor war das Dokument seit 2013 durch eine damit beauftragte Kommission vorbereitet worden und eine erste Version verfasst worden. Die derzeit gültige kubanische Verfassung ist aus dem Jahr 1976 und trotzdem machen sich der kubanische Staat und das Volk die Mühe es anzugehen, um „la ley de las leyes“, „das Gesetz der Gesetze“ zu erneuern. Das allein verdient Anerkennung, wenn man bedenkt, dass viele Verfassungen der als modern angesehenen Länder älter sind: Wie zum Beispiel im Fall Deutschlands mit einem Grundgesetz aus dem Jahr 1949 in dem es eine ganz andere (welt-) gesellschaftliche Situation sowie Verhältnisse in unserem eigenen Land gab.

Verkauf des Verfassungsentwurfs im ganzen Land
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Ein Leben vom Tourismus – Einblicke in das Leben einer jungen Kleinfamilie am Rande der Legalität

In Kuba gibt es den Spruch „Hay que inventarse“ – Man muss sich etwas erfinden. In diesem Land wimmelt es von Menschen, Überlebenskünstlern und -künstlerinnen, die ständig irgendetwas erfinden, um das Leben etwas besser oder einfacher zu machen.

Der obere Teil einer PET-Flasche als Trichter, ein einfacher Holzstock als Baseballschläger, ein Tisch samt Stuhl statt Leiter, Bonbonpapiere als Glitzerverzierungen – erfinderisch sein gehört hier zum Leben. Und zwar nicht im schlechten Sinne. Ich habe hier Unzähliges fürs praktische Leben gelernt, auf das ich durch den Überfluss an Equipment und Möglichkeiten in meinem Leben in Deutschland nicht gekommen wäre. Ein Jeder, eine Jede kämpft sich hier durchs Leben – im großen und im kleinen Stil. Kleine Erfindungen zum Wasser umfüllen, ein Ballspiel spielen oder eine Glühbirne austauschen sind dabei eine Sache. Das Verkaufen von diesem und jenem, eine andere. Und die Lizenz für den Verkauf von bestimmten Artikeln oder das Anbieten von Dienstleistungen zu haben, noch eine weitere.

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